Die Bedienungsanleitung für das Leben im Büro

10. März 2010

Ungefähr 17 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten in einem Büro. Und kein einziger davon hat jemals gelernt, in einem Büro zu arbeiten. Sicher, die eine ist gelernte Controllerin, der andere ausgewiesener Marketingfachmann. Alle beherrschen mehr oder weniger ihren Beruf. Aber in einem Büro zu arbeiten, erfordert mehr. Denn es geht um die Kunst, sich selbst zu organisieren und zu motivieren, die anderen zu ertragen und darum, die vielen ungeschriebenen Gesetze zu kennen, die das Leben im Büro regeln. Jetzt legt Jochen Mai mit der Büro-Alltags-Bibel das Buch vor, das den 17 Millionen Büroarbeitern durch den Alltag hilft.

Ob Vorgesetzter oder Mitarbeiter, das Büro fordert alle

Ob es um Motivation geht oder um ausgefeilte Führungstechniken, die Business- und Managementliteratur bietet Tausende von Büchern zu jedem erdenklichen Thema. Kaum ein Autor hat sich aber je zu den grundsätzlichen Anforderungen geäußert, die das Leben und Arbeiten im Büro mit sich bringen – zu der Tatsache, dass Millionen Menschen den Großteil ihrer wachen Zeit in einem Büro verbringen und dazu gezwungen sind, sich mit mehr oder weniger wildfremden Menschen zu arrangieren. Einen „Kosmos voller Abgründe und Gipfel“ erblickte Siegfried Kracauer schon 1930 in der Welt der Angestellten. Und bis heute stellt der soziale Mikrokosmos „Büro“ seine Mitglieder jenseits von Hierarchien und Anforderungsprofilen vor beträchtliche Aufgaben.

Die Wissenschaft hat Interessantes festgestellt

Das Büro wurde und wird als Schauplatz alltäglicher Existenzkämpfe bestens erforscht. Nur waren die Forschungsergebnisse bislang an zahlreichen Stellen verstreut. Jochen Mai hat jetzt in der Büro-Alltags-Bibel die interessantesten und die wichtigsten Ergebnisse zusammengetragen. Indem es Fakten liefert und sie mit guten Ratschlägen kombiniert, ragt dieses Buch aus der Masse heraus. Wo sonst findet man Erhellendes über den Zusammenhang von Bildschirmgröße und Kopfschmerzen? Wo gibt es nachvollziehbare Tipps zur Vermeidung der Montagsdepression und gleichzeitig Empfehlungen für die richtige Büro-Raumtemperatur? In welchem Buch findet man praktische Tipps zur Stegreifrede, auf wenige Seiten konzentriert – und ebenso kurz und bündig ein paar hilfreiche Sätze für den Small-Talk beim nächsten Empfang – oder am Etagendrucker? Mit der Beantwortung dieser Fragen gebührt der „Büro-Alltags-Bibel“ das Verdienst, die erste „Bedienungsanleitung“ für den Arbeitsplatz Büro zu sein.

Besser leben in und mit dem Büro

Das Büro ist ein Soziotop, das nach seinen eigenen Regeln und Gesetzen funktioniert. Wer diese Regeln und Gesetze nicht kennt, kommt mit noch so viel Fachwissen nicht voran. Jochen Mai hat jetzt mit der Büro-Alltags-Bibel das Wichtigste aus vielen wissenschaftlichen Studien und das Beste aus unzähligen Ratgebern auf den Punkt und in ein handliches Format gebracht. Managementbuch.de – Empfehlung für ein Buch, das sich sehr selbstbewusst aber auch zurecht „Der ultimative Ratgeber“ nennt.

Wolfgang Hanfstein, www.Managementbuch.de

Link zum Buch: Jochen Mai: Die Büro Alltags Bibel, Alle Regeln und Gesetze für den Job, dtv 2010

Weil wir nicht nicht kommunizieren können

3. März 2010

Wir können nicht nicht kommunizieren, hat der große Paul Watzlawick treffend gesagt. Grund genug, uns ein bisschen intensiver mit den Möglichkeiten und Techniken der Kommunikation zu befassen. Dazu eignet sich ganz besonders das neu erschienene Buch „Manipulationstechniken, So wehren Sie sich“ von Andreas Edmüller und Thomas Wilhelm. Aber was heißt hier Buch – es sind zwei Bücher in einem, die der Haufe Verlag zu einem guten Preis aufgelegt hat.

Reden heißt Überzeugen

Wenn unsere Rede nicht nur Geschwätz sein soll, wollen wir damit überzeugen, jemanden dazu bringen, Kraft unserer Worte etwas zu tun, zu kaufen, zu lassen oder zu glauben. Deshalb zeigen die beiden Fachleute im ersten Teil des Buches, wie man erfolgreich überzeugt: indem man zuhört, die richtigen Fragen stellt und kluge Strategien einsetzt. Je nach Zielsetzung können Sie wählen zwischen Pull-Methoden (gemeinsame Entwicklung eines Denkprozesses) und Push-Methoden (offensive Präsentation des Standpunktes).

Raus aus der Manipulationsfalle

Natürlich wollen nicht nur Sie andere von etwas überzeugen. Genauso oft liegt anderen Menschen daran, Sie zu überzeugen. Leider wenden dabei nicht alle saubere Mittel an. Viele greifen stattdessen zu mehr oder minder subtilen Manipulationstricks. Im zweiten Teil des Buches, einem Arbeitsbuch, stellen die beiden Kommunikationsberater deshalb alle gängigen psychologischen und logischen Manipulationstechniken vor. Und je besser Sie die Trickkiste der Manipulatoren kennen, desto besser und souveräner können Sie darauf reagieren. (Zum Beispiel, wenn ein Vertreter über ein Detail Ihres Lebens redet, auf das er durch ein Buch, ein Foto oder ein Sportgerät im Raum aufmerksam wurde – nach dem Muster: „Ah, Sie spielen Golf! Ich auch!“.)

Die zwei Seiten der Medaille

„Manipulationstechniken, so wehren Sie sich“ ist ein gutes Buch, weil es beide Aspekte der Kommunikation berücksichtigt. Einerseits wollen wir selbst andere überzeugen. Andererseits wollen wir von anderen nicht über den Tisch gezogen werden. Weil diese Sonderausgabe zwei Bücher in einem enthält, liefert es gute Techniken zum Überzeugen und zeigt uns gleichzeitig die häufigsten Manipulationsfallen. Managementbuch.de – Empfehlung, weil „Manipulationstechniken“ anhand vieler Beispiele und Übungen eine echte Kommunikationshilfe für den beruflichen und privaten Alltag bietet.

Wolfgang Hanfstein, www.Managementbuch.de

Link zum Buch: Andreas Edmüller, Thomas Wilhelm: Manipulationstechniken. So wehren Sie sich, Haufe 2010

Essen Sie einfach

24. Februar 2010

Vergessen Sie Diäten. Lernen Sie stattdessen, sich richtig zu ernähren. Dagmar von Cramm ist Ernährungsexpertin. In “Simplify Diät” schafft Sie die Verbindung zwischen aktuellen Erkenntnissen aus der Forschung und der praktischen Umsetzung – zu Hause, in der Kantine und im Restaurant. Sie propagiert nicht zum tausendsten Mal eine neue Diät, sondern zeigt uns, wie wir unser Essverhalten auf Dauer umstellen können. Und das ist leichter, als man denkt.

Es geht nicht um Verzicht, sondern um Veränderung

Es ist sehr einfach zu erklären, warum man durch verschiedene Diäten abnimmt (ja, das geht!). Dagmar von Cramm stellt die bekanntesten Diäten vor und sagt, warum sie wirken (die Low Cab-Diät, die Low Fat-Diät, die Glyx-Diät…). Und sie sagt, warum sie doch nicht wirken. Weil alle Diäten zeitlich befristet sind. Weil man den Eiweiß-Shake irgendwann nicht mehr sehen, die magische Kohlsuppe nicht mehr riechen kann – und dann wieder zur Normalität – zum Übergewicht – wechselt. Einzige Alternative ist es, sich mit dem eigenen Essverhalten auseinander zu setzen, sich über die Wirkung der Lebensmittel zu informieren und die Essgewohnheiten auf Dauer umzustellen. Klingt hart, ist es aber nicht. Weil umstellen nichts mit Verzicht, vielmehr mit Veränderung zu tun hat.

Wissen, was drin ist

Dagmar von Cramm verbietet Ihnen weder Marmelade noch Fleisch. Aber sie rät Ihnen, sich bei der Wahl zwischen Schinken und Wurst für Schinken zu entscheiden und bei der Wahl der Milch für die mit 1,5% statt 3,5% Fettgehalt. Sie macht Sie darauf aufmerksam, dass “kalorienreduzierte” Nahrungsmittel wesentlich mehr Kalorien enthalten können und dazu oft noch ungesund sind. Sie sagt Ihnen, dass Rapsöl besser ist, als Sonnenblumen- oder Distelöl. Und es wird deutlich: Das hat alles nichts mit Verzicht zu tun, sondern mit Wissen. Und dazu gehört auch, ruhig weiter gezuckerte Marmelade zu essen. Denn diese Menge fällt, gemessen an einem Glas Limonade, kaum ins Gewicht.

Richtig essen heißt, das Richtige zur richtigen Zeit zu essen

“Simplify Diät” passt in unsere Welt. Denn Dagmar von Cramm verlangt von niemandem, sich zu kasteien. Es steht ein abendliches Festessen an? Kein Problem, dann wird eben morgens und mittags wenig gegessen. Sie essen oft auswärts im Restaurant? Kein Problem, bestellen Sie einfach intelligent. Und für Zuhause empfiehlt Ihnen die Autorin, den Kochlöffel zu schwingen. Denn nur dann weiß man sicher, was drin ist, im Topf. Managementbuch.de – Empfehlung, weil Dagmar von Cramm nicht eine weitere Diät vorstellt, sondern zeigt, wie wir uns dauerhaft gesund ernähren können und dabei automatisch unser Gewicht auf Normalmaß halten.

Wolfgang Hanfstein, www.Managementbuch.de

Link zum Buch: Dagmar von Cramm: simplify Diät

Sind Sie Falke oder Taube im Umgang mit anderen?

17. Februar 2010

Fühlen Sie sich immer wieder ausgenutzt oder über den Tisch gezogen? Haben Sie das Gefühl, sich und Ihre Leistungen schlechter zu verkaufen, als andere das können? Oder gehören Sie zu den Menschen, die andere immer wieder vor den Kopf stoßen und sich mit Ihrer Durchsetzungsstärke nicht nur Freunde machen?

Warum gibt es Gewinner und Verlierer?

In “Wie du mir” können Sie interessante Einsichten gewinnen, wie viel “Taube” und wie viel “Falke” in Ihnen steckt. Vor allem aber, wie sich das auf die Beziehungen zu Ihren Mitmenschen auswirkt und damit unmittelbar auf Glück und Erfolg in Ihrem Leben. Claudia Szczesny-Friedmann, deren Leidenschaft als Soziologin und Psychologin die Evolutionspsychologie ist, interessiert die Frage, warum manche Menschen eher als Gewinner durchs Leben gehen und andere eher als Verlierer. Die einen sind zuversichtlich, die anderen eher verzagt. Die einen suchen Kooperation, die anderen den Angriff. Die einen fühlen sich oft übervorteilt und ausgenutzt, die anderen machen ihre Mitmenschen zum Werkzeug eigener Interessen.

Die einen machen sich Freunde, die anderen kriegen, was sie wollen

Natürlich ist kein Mensch in Reinform “Taube” oder “Falke”, aber unser Verhalten zeigt eine eindeutige Tendenz in eine der beiden Richtungen. Und beide Verhaltensweisen bringen Vorteile genauso wie Nachteile mit sich. Die Taube wird sich z.B. mit ihrem interaktiven Stil nicht so viele Feinde machen, der Falke wird seine Ziele kompromissloser verfolgen. Überwiegen aber die persönlich erfahrenen Nachteile des eigenen Stils im Umgang mit anderen, dann wird es Zeit, bewusst gegenzusteuern. Dass wir auf unsere Verhaltensweisen für immer festgelegt sind, ist eine Mär, sagt die Autorin. Heute wissen wir, dass das Gehirn seine Struktur unaufhörlich verändert und wir diesen Prozess aktiv mit gestalten können. Wenn Erfolg aus evolutionspsychologischer Sicht also vor allem sozialer Erfolg ist, dann kann es für die Tauben sinnvoll sein, von den Strategien der Falken zu lernen, und die Falken tun gut daran, sich etwas von den Tauben abzuschauen.

Falken und Tauben können viel voneinander lernen

Tauben könnten von den Falken z.B. lernen, nicht immer die Wahrheit zu sagen, sondern sie auch einmal auszuschmücken; sie könnten lernen, sich zu nehmen, was sie brauchen; nicht nur Gutes zu tun, sondern auch darüber zu reden; und sich nicht alles gefallen zu lassen.Falken könnten von den Tauben lernen, andere mitspielen zu lassen, sich auch mal zurück zu halten, andere zu verstehen und Bescheidenheit auch als eine Zier anzusehen. Am Ende des Weges liegt das Glück, das dann eintritt, wenn wir einmal weder von Angst noch von Ehrgeiz getrieben sind und diese Momente mit anderen teilen können.

Britta Kroker, www.Managementbuch.de

Link zum Buch: Claudia Szczesny-Friedmann: Wie Du mir: Zu Risiken und Nebenwirkungen im Umgang mit Menschen, Scoventa Verlagsges. mbH 2009

Der Weg zum gesunden Selbstwertgefühl

10. Februar 2010

„Ein gesundes Selbstwertgefühl ist weder schwerer noch leichter zu erlernen als Russisch oder Geige“. Der das sagt, ist Christophe André, Psychiater und Verhaltenstherapeut, der mit “Unvollkommen, aber stark“ einen Bestseller geschrieben hat. Das Ziel des Buches ist die Entwicklung des Selbstwertgefühls, also „ich zu sein, aber besser, heiterer, zuversichtlicher, wagemutiger und gleichgültiger gegenüber Blicken und Bewertungen.“ Das Buch ist die Fahrkarte für eine spannende Reise zu uns selbst.

Die Zumutungen der Freiheit

Es ist noch nicht viele Generationen her, da bestimmten Familie, Kirche, Staat und Arbeitgeber über den Platz des Einzelnen in der Gesellschaft. Zur Einordnung und Unterordnung gab es keine Alternative. Diese Zeiten sind lange vorbei, und wir sind Zeugen, wie jetzt die letzten Reste dieser paternalistischen Systeme wegschmelzen. Kehrseite der Freiheit ist, dass wir heute sehr schnell den Platz in der Gesellschaft verlieren können: „kein Job, kein Partner, keine Freunde … das Aufbauen des Selbst ist somit in Zeiten wie diesen, in denen alles auf Autonomie und individueller Leistung beruht, unentbehrlich geworden.“ Das ist der Ausgangspunkt des Buches von Christophe André, und er macht keinen Hehl daraus, dass die meisten Menschen damit zu kämpfen haben. Sie leiden entweder an krankhaft überhöhtem Selbstwertgefühl oder leiden, wie die Mehrheit, unter einem sehr niedrigen Selbstwertgefühl.

Sich selbst annehmen als Voraussetzung für Veränderung

Die Botschaft des Verhaltenstherapeuten ist klar: Gesundes Selbstwertgefühl kann man lernen. Aber nicht an einem Nachmittag und auch nicht über Nacht, sondern nur, in dem man Schritt für Schritt über viele Jahre neue Verhaltensweisen einübt. Er warnt mit Marc Aurel vor „vergeblichen Revolten“, also vom Kampf gegen Dinge, die wir nicht verändern können. („Diese Gurke ist bitter; wirf sie weg. Füge nicht hinzu: ‚Warum gibt es das auf der Welt?’“) Vor allem aber geht es ihm darum, sich selbst anzunehmen, wie man ist. Und zwar nicht, um zu bleiben, wie man ist, sondern um die Voraussetzung für Veränderung zu schaffen. Christophe André spricht einen Großteil der Mechanismen an, mit denen wir unseren Selbstwert tagtäglich sabotieren („Ich bin nicht gut genug.“; „Ich bin es nicht wert.“; oder das Hochstapler-Syndrom: „Ich habe diesen Erfolg eigentlich nicht verdient.“).

Aus hohem Selbstwertgefühl erwächst Spiritualität

Es ist das besondere Verdienst des Buches, dass es nicht einfach in Ratgebermanier schnell ein besseres Leben verspricht. Vielmehr sieht Christophe André die Arbeit am gesunden Selbstwertgefühl in größerem Rahmen, indem er auch dazu animiert, „an der Verbreitung des Selbstwertgefühls auf andere zu arbeiten: andere Menschen bewusst positiv zu bewerten, ihnen Mut zu machen, ihren Wert anerkennen – das ist der beste Dienst, den jeder einzelne der Menschheit erweisen kann.“ Managementbuch.de – Empfehlung, weil „Unvollkommen, aber stark“ jenseits profunder psychologischer Kenntnisse ein Lebensprogramm beschreibt, dessen Ziel nicht der materielle Erfolg ist, sondern der sich seiner selbst bewusste Mensch.

Wolfgang Hanfstein, www.Managementbuch.de

Link zum Buch: Christophe André: Unvollkommen, aber stark; Die Kraft des Selbstbewusstseins. Droemer Knaur 2009

Wir haben alle den gleichen Chef – den Kunden

3. Februar 2010

Die Kunden zur Treue verführen. So ließe sich das neue Buch der Marketing-Expertin Anne M. Schüller überschreiben. In “Kunden auf der Flucht?” zeigt sie, warum Unternehmen loyale Kunden brauchen. Und wie sie loyale Kunden gewinnen. Ein Plädoyer, Kunden “zu verstehen” und eine sehr gute Anleitung zum Aufbau von Kundenloyalität.

Kundenmanager statt Produktmanager

“Wären Ihre Kunden enttäuscht, wenn Sie morgen vom Markt verschwänden?” Vermutlich nur wenige werden die provokante Frage Anne M. Schüllers mit einem klaren “Ja” beantworten können. Umso wichtiger, diese Frage zu stellen. Und alles dafür zu tun, damit Sie Ihren Kunden alles andere als gleichgültig sind. Dazu ist es wichtig, den Fokus von den Produkten auf die Kundenerlebnisse zu verlagern. Also nicht Medikamente zu verkaufen, sondern Gesundheit; nicht Blumen, sondern ein schönes Zuhause. Denn Emotionalität, schreibt Anne M. Schüller, “ist die sicherste Möglichkeit, Kunden auf Dauer zu halten. Loyalität ist immer emotionsbehaftet.”

Vor der eigenen Tür kehren

Loyalitätsmarketing ist keine simple Technik für die Verkaufsfront, sondern eine Haltung, die das Unternehmen von innen heraus bestimmt. Und das heißt: Nur ein Unternehmen, das loyale Mitarbeiter hat, wird auch loyale Kunden haben. Deshalb kommt es darauf an, Mitarbeiter dafür zu begeistern, Kunden glücklich zu machen. Und es geht darum, an höchster Stelle im Unternehmen klar zu machen, um wen sich alles dreht. Um den Chef? Dann hat Ihr Unternehmen so gut wie verloren. Denn es gibt nur einen wirklichen Chef. Und das ist der Kunde.

Ein guter Leitfaden zur Gewinnung loyaler Kunden

Mit “Kunden auf der Flucht” zeigt Anne M. Schüller, dass Kundenbindungsprogramme, die mit Zwang arbeiten, abgelöst werden müssen von (freiwilligen) Loyalitätsprogrammen. Sie zeigt, wie Loyalität entsteht, wie die Loyalität profitabler Kunden gewonnen werden kann, und sie stellt mit ihrer “Toolbox für mehr Kundentreue” direkt umsetzbare Maßnahmen vor. Ein Praxisbuch auf dem neuesten Stand der Forschung. Managementbuch.de – Testsieger, weil “Kunden auf der Flucht?” eine sehr gute Anleitung zum systematischen Aufbau von Kundenloyalität ist. Ein Buch, das Einzelhändlern ebenso wie großen Unternehmen zeigt, was sie ihren Kunden heute bieten müssen.

Wolfgang Hanfstein, www.Managementbuch.de

Link zum Buch: Anne M. Schüller: Kunden auf der Fluch? Wie Sie loyale Kunden gewinnen und halten, Orell Füssli 2010

Warum wir tun, was wir tun

27. Januar 2010

„Die Leute sollten aufhören, ihre Eltern oder die unbewussten Anteile ihrer Seele für ihre Schwierigkeiten verantwortlich zu machen.“ Der das sagt, ist Steven Reiss, Psychologe und Begründer des „Reiss-Profils“. In seinem neuen Buch setzt er sich dafür ein, persönliche Schwierigkeiten als normalen Bestandteil des Lebens zu verstehen. Und zwar als Folge unerfüllter Wünsche und nicht gelebter Wertvorstellungen.

Individualität statt Abnormalität

Während die Psychologen hauptsächlich die „abnormale“ Persönlichkeit in den Mittelpunkt des Interesses stellen, geht es Reiss darum, die „normale Persönlichkeit“ zu verstehen. Und dabei geht, wie Steven Reiss herausgefunden hat, vor allem um die Erfüllung wesentlicher Grundbedürfnisse. Sechzehn dieser Grundbedürfnisse oder Lebensmotive konnte Reiss in aufwändigen Studien identifizieren. Sie ergeben in unterschiedlicher Ausprägung für jeden Menschen ein einzigartiges Motivationsprofil. Mit diesem Motivationsprofil kann das Verhalten eines jeden Menschen sehr gut erklärt werden.

Ein Arbeitsinstrument für Personaler, Coaches und Trainer

Das Reiss-Profil gehört heute zu den Standards in vielen Personalabteilungen, weil es pragmatisch und zuverlässig Aussagen über Präferenzen und Stärken erlaubt. Coaches und Trainer wiederum können ihren Klienten mithilfe des Reiss-Profils die Augen für ihre wirklichen Treiber öffnen. Dazu liefert Reiss in diesem Buch die wesentlichen Test-Fragen zu allen Lebensmotiven. Sehr praktisch ist auch das „Wörterbuch der normalen Persönlichkeitsmerkmale“ mit über 500 Begriffen von „aalglatt“ über „gehässig“ und „gesellig“ bis hin zu „zuverlässig, zwanghaft und zynisch“. Zu jedem dieser Begriffe bietet Reiss die dahinterliegende Motiv-Kombination sowie das Lebensthema der so bezeichneten Person.

Eine übersichtliche Darstellung des innovativen Reiss-Profils

Steven Reiss hat ein neues Kapitel der Persönlichkeitstheorie aufgeschlagen. Die Behauptung, dass unserem Verhalten genau 16 Lebensmotive zugrunde liegen, ist kühn – aber wissenschaftlich solide überprüft. Nachdem Steven Reiss in seinem ersten Buch „Wer bin ich und was will ich wirklich?“ stark auf die Entstehungsgeschichte seiner Methode eingeht, beleuchtet er jetzt in „Das Reiss-Profil“ stärker die anwendungsorientierte Seite. Das Buch bietet einen sehr guten Überblick über die einzelnen Motive und auch über konkurrierende Methoden. Es eignet sich damit gut als Arbeitsbuch. Managementbuch.de – Empfehlung, weil das Reiss-Profil eine Einladung an alle ist, menschliches Verhalten als Ergebnis der je individuellen Motivstruktur zu verstehen und vorherzusagen.

Wolfgang Hanfstein, www.Managementbuch.de

Link zum Buch: Steven Reiss – Das Reiss Profile, Gabal 2009

Leben ist, was wir daraus machen

20. Januar 2010

“Der Mensch ist das einzige Lebewesen auf der Erde, das sich bewusst dafür entscheidet, unter seinen Möglichkeiten zu leben – Oder haben Sie jemals einen Baum gesehen, der zwei Meter hoch ist und plötzlich sagt, “so das reicht”, und beschließt, nicht mehr zu wachsen?” In diesem saloppen Tonfall zeigt Larry Winget auf, dass wir uns oft wie Idioten verhalten. Und was wir tun sollten, damit sich das ändert. Ein Arbeitsbuch, das sich prima dafür eignet, die Big Points des Jahres festzunageln.

Wir können nicht andere für unser Schicksal verantwortlich machen

Larry Winget ist der Agent Provocateur unter den Persönlichkeitstrainern. Er polarisiert, er spitzt zu, und er nimmt vor allem kein Blatt vor den Mund. Einer seiner Kernsätze lautet: “Das Leben besteht nicht aus denen, die etwas haben und denen, die nichts haben, sondern aus denen, die wollen und denen, die nicht wollen.” Damit nimmt er jeden einzelnen in die völlige Verantwortung für die eigenen Lebensumstände. Von gesunder Lebensführung über den befriedigenden Job bis zur glücklichen Partnerschaft. Eben das ganze Programm des persönlichen Erfolgs.

Das Logbuch für den Weg nach vorn

Wer die Vorgängerbücher Larry Wingets wie “Halt den Mund, hör auf zu heulen und lebe endlich” oder “Mach deinen Job!” schon gelesen hat, wird viel Bekanntes finden, aber auch viel Neues. Vor allem aber ist “Menschen sind Idioten und ich kann es beweisen” ein Arbeitsbuch. Larry Winget wird Sie immer wieder auffordern, Listen anzulegen. Eine Liste der Dinge, zu denen Sie zu faul sind, eine Liste mit Freunden, von denen Sie sich trennen sollten, oder eine Liste, mit der Sie sich die unangenehmen Folgen einiger Ihrer Handlungen vor Augen führen. Das große Thema ist es, die Fallstricke zu erkennen, mit denen wir uns selbst das Leben schwer machen und unseren möglichen Erfolg sabotieren. Dazu gehören Faulheit und Ignoranz genauso wie schlechte Gewohnheiten und auch meist das Fehlen eines geeigneten Plans. Und weil Larrry Winget kein Theoretiker ist, sondern ein Praktiker, liefert er für alle Bereiche das Handwerkszeug, um große Ziele in kleine, machbare Schritte umzuwandeln.

Keine neuen Methoden, sondern gesunder Menschenverstand

Larrys Winget legt Wert auf die Feststellung, dass keine einzige seiner Methoden neu ist, weil alles zum Thema Persönlichkeitsentwicklung längst bekannt sei – und im Prinzip nichts weiter als gesunder Menschenverstand. Nur, dass wir dieses Wissen oft beiseite schieben! Larry Winget holt es wieder hervor. Und erinnert uns an Dinge, die wir längst tun wollten, an Pläne, die wir auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben haben, und an Gewohnheiten, die uns mittlerweile lästig sind, die wir aber trotzdem nicht loswerden. “Menschen sind Idioten und ich kann es beweisen” ist ein Arbeitsbuch, das sich prima eignet, um Ziele festzuklopfen, um Pläne zu entwickeln, mit denen diese Ziele auch erreicht werden können. Und um Energie für die erfolgreiche Umsetzung zu tanken. Managementbuch.de – Empfehlung für diesen produktiven und unterhaltsamen Tritt in den Hintern.

Wolfgang Hanfstein, www.Managementbuch.de

Larry Winget: “Menschen sind Idioten – und ich kann’s beweisen!”

So holen sie das Beste aus Verhandlungen heraus

16. Dezember 2009

„Nehmen Sie nie Verhandlungen auf, wenn Sie sich nicht zum Ziel gesetzt haben, mit dem besten nur vorstellbaren Abschluss aus der Verhandlung zu gehen.“ Diesen Satz schreibt das Verkaufsgenie und der Verhandlungsexperte Bob Etherington gleich zweimal in seinem neuen Buch „Verhandeln für Unschuldslämmer“. Aber es ist nicht der einzige wichtige Satz in diesem kleinen Buch, das den Praxistest mühelos besteht.

Verhandeln ist immer die schlechtere Alternative

Erstaunlich, in einem Buch über das Verhandeln zu lesen, dass Verhandeln immer die schlechtere Alternative ist. Allerdings nicht, wenn das Buch aus der Feder von Bob Etherington stammt. Der ist nicht zimperlich und sagt knallhart: Wer verhandeln muss, hat schlecht verkauft. Deshalb warnt er Sie: „Halt, Stopp! Verhandeln Sie nicht! … Versuchen Sie lieber, der Gegenpartei Ihr Angebot zu verkaufen.“ Und wenn die Gegenpartei dann mit Ihnen ins Geschäft kommen will, die Konditionen dafür aber unklar sind, ist der Weg zum Verhandlungstisch der richtige und nötig.

Verhandeln heißt nicht Feilschen

Verhandeln bedeutet, für beide Seiten das beste Ergebnis zu erzielen. Das ist nicht unbedingt eine Sache des Preises, sondern bezieht alle Aspekte der Leistung mit ein. Beim Feilschen geht es ganz und gar darum, den besten Preis zu erzielen (auch für diese Variante liefert Bob Etherington fünf einfache und leicht umsetzbare Regeln. Dazu gehören zum Beispiel die gute Vorbereitung, konsequentes Schweigen und der Verweis auf die Konkurrenz). In der Verhandlung dagegen geht es darum, neue Lösungen zu finden.

Gib dem „Nein“ keine Chance

Eine der wichtigsten Regeln für den Verhandlungstisch lautet, jedes „Nein“ solange auseinanderzunehmen, bis es nicht mehr existiert. Konzentrieren Sie sich auf die „Interessen“ der Gegenpartei (statt auf die Position). Warum sagt sie nein? Was will sie erreichen? Lässt sich das Ziel anders erreichen? So werden Sie in die Lage versetzt, gemeinsame Interessen zu finden und auch Lösungen dafür. Das fällt natürlich umso leichter, je besser man den Verhandlungspartner kennt. Ein Kapitel widmet Bob Etherington deshalb auch der interkulturellen Aufmerksamkeit. Lernen Sie anderer Länder Sitten kennen! Achten Sie auf die kulturellen Befindlichkeiten Ihres Gegenüber – und denken Sie daran, dass ein Kulturbruch schon zwischen zwei Abteilungen das Problem sein kann (die Verkäufer im Anzug, die Entwickler in Jeans). Aber auch wer alles richtig macht, kann doch meilenweit an der „Win-Win“-Situation vorbeischrammen. Auch dafür gibt es eine Lösung. Und den zweitwichtigsten Verhandlungstipp von Bob Etherington: „Habe immer einen Plan B in der Tasche!“

Fazit: das Buch gibt gute Impulse für Business-Verhandlungen

Zwischen den beiden Schwergewichten „Das Harvard-Konzept“ und „Gefangen am runden Tisch“ punktet der kleine Band „Verhandeln für Unschuldslämmer“ von Bob Etherington durch seinen Witz und seine Schnelligkeit. Anders als die beiden Testsieger, die auch (firmen)-politische und persönliche Verhandlungssituationen mit betrachten, konzentriert sich Bob Etherington in „Verhandeln für Unschuldslämmer“ voll auf Verkäufer und Sales-Profis.
Deshalb Managementbuch.de – Empfehlung für alle, die schnell umsetzbares Wissen für Geschäftsverhandlungen brauchen.

Wolfgang Hanfstein, www.Managementbuch.de

Bob Etherington: Verhandeln für Unschuldslämmer, Wiley 2009

Managementbuch des Jahres 2009 ist „Die da oben“ von Barbara Nolte und Jan Heidtmann

11. Dezember 2009

Jetzt ist es amtlich. Die Pressemitteilung zu unserer Auszeichnung: “Managementbuch des Jahres 2009″

Frankfurt, 11.12.2009 Es ist ein kleines und zugleich unglaubliches Buch. Und jetzt wurde „Die da oben“ von Barbara Nolte und Jan Heidtmann als „Managementbuch des Jahres 2009“ ausgezeichnet. Zwölf der bekanntesten Top-Manager Deutschlands stellen sich den beiden Autoren. Beantworten in aller Ruhe Fragen nach Machtgelüsten, Belastungen, Einkommen oder der Gefühlslage bei Kündigungen. Und sie alle, darunter Hartmut Mehdorn, René Obermann, Frank Appel und Jürgen Hambrecht, geben unerwartete, offene und erhellende Einblicke in ihr Leben und Arbeiten. In einer Zeit, in der es das Einfachste wäre, einen Generalverriss über Manager zu schreiben, haben sich Barbara Nolte und Jan Heidtmann die Mühe gemacht zuzuhören. Und die richtigen Fragen zu stellen. Herausgekommen ist ein äußerst lesenswertes, unaufgeregtes Buch, das aus Höhen berichtet, in denen die Luft wahrlich dünn ist. Und von Menschen, die nicht zufällig dort angekommen sind.

Die Auszeichnung „Managementbuch des Jahres“ wird vom Onlinebuchhändler und Wirtschaftsbuch-Experten Managementbuch.de verliehen. Die Auszeichnungen 2008 und 2007 gingen an „Gefangen am runden Tisch“ von George Kohlrieser (Wiley Verlag) und an „Management-Brevier“ von Helmut Maucher (Campus Verlag).

Rezensiert habe ich dieses Buch schon vor ein paar Wochen. Und zwar >> hier